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Über

Kolumnen/Geschichten, die das Leben so schreibt. Humorvoll, sozialkritisch und mit Spaß am Schreiben. Komm her - lies mit - kost auch nix. ^^

Alter: 47
 

Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
war ich cellulitefrei

Wenn ich mal groß bin...:
ich bin 182 cm groß *hust* :D

In der Woche...:
Hör auf, do

Ich glaube...:
Jau

Ich liebe...:
Meinen Sohn

Man erkennt mich an...:
meiner Verstrahltheit

Ich grüße...:
Alle eben



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Blog

Strickjacke und Wasserwelle. ^^

Wenn ich viel Zeit habe (so 2x die Woche), beobachte ich total gerne Menschen beim einkaufen. Zum einen was sie kaufen und zum zweiten wie sie kaufen. Momentan auf meiner Hitliste ganz oben: Ehepaare, so zwischen 55 und 65 Jahre alt, gut situiert, und schon total lange verheiratet. Irgendwie sieht man denen das an, die kommunizieren schweigend. Sie schick angezogen, Wasserwelle, Seidenbluse, Perlenkette, Jeanshose mit Gummibund oben und Bügelfalte vorne. Er Strickjacke, Polohemd, Flanellhose, hochwertige Sandalen. Sie gibt ihm schweigend den Autoschlüssel, er gibt ihr schweigend den Einkaufszettel. Sie geht rechts, er links, sie geht zielstrebig, er schlendert und schaut sehr viel. Er grüßt, in dem er den Zeigefinger nach oben hebt und nickt, sie schaut hoch und lächelt kurz. Das Lächeln ist sehr kurz, die Wasserwelle verschwindet wieder mit dem Kopp in der Wursttheke. So, der Fall der Eskalation: Eine 18-jährige im Minirock, total cellulitefrei, Körbchengröße C, enges T-Shirt mit V-Ausschnitt, und die ist ca. 165 cm groß und muss sich in die Tiefkühltheke beugen. Holla, die Strickjacke verläßt seine Route, geht Richtung 18-jährige, kramt mit der linken Hand im Streichkäse, Augen aber auf die 18-jährige. Wasserwelle ruft: "Wilhelm, Gouda oder Emmenthaler?" Strickjacke antwortet: "Hab ich Dir vorhin gegeben." Wasserwelle kommt mit dem Kopp aus der Wursttheke und spricht Strickjacke mit Blickkontakt an, bevor ihr Blick auf der 18-jährigen hängen bleibt. Blick wieder auf die Strickjacke, und das total vernichtend. Eine weitere Strickjacke im Anmarsch, die die erste Strickjacke anschaut, dann die 18-jährige anschaut, dann wieder die erste Strickjacke anschaut und grinst. Ja, die zwei verstehen sich ohne Worte und ohne dass sie sich kennen. Wasserwelle 2 und Wasserwelle 1 kramen total brastig im Gouda. Ich positioniere mich hinter den zwei Strickjacken und Wasserwellen an der Kasse, weil ich gerne hinter beiden auf den Parkplatz gehen möchte. Das dauert noch etwas, beide Wasserwellen verlieren nicht die Beherrschung und kaufen weiter ein. An der Kasse: Die beiden Strickjacken räumen aufs Band, die beiden Strickjacken bezahlen, die Wasserwellen stehen wie Offiziere daneben und kontrollieren alles. Kontrolle des Kassenzettels und raus ins Auto. Die Strickjacken räumen ein, die Wasserwellen sitzen im Auto und streichen sich die Blusen glatt. Die Strickjacken steigen ein, Tür zu, und dann seh ich nur noch an der Mimik der Gesichter und Münder der Wasserwellen, dass die sich gerade entladen. Die Strickjacken verziehen keine Mine, fahren vom Parkplatz, werfen aber noch schnell nen verschmitzen Blick auf die 18-jährige, der gerade der Einkaufswagen-Chip auf den Asphalt fiel und die sich runterbeugt. Die Wasserwellen tillen jetzt, jetzt tillen sie komplett. ^^ (Ich setze mal voraus dass ihr wisst das ich spaße und nicht diskriminiere, da ich selber einen Vater habe der schon etwas älter ist).
10.12.14 22:43


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Ja, Papa. ^^

Für Eltern bleibst Du immer irgendwie ein kleines Kind, egal wie alt Du bist, egal ob Du selber schon Mutter oder Vater bist, egal wie lange Du schon alleine klar kommst. Wenn ich meinen Vater besuchen möchte, werfe ich mir vorher homöopathische Beruhigungsglobuli ein, weil ich nach 10 Minuten fix und fertig bin. Es geht los nach dem Klingeln: "Kolumne, mach die Tür zu." Als ob ich mit meinem Sohn in nem Wigwam lebe und wir ne Grasmatte aufschließen wenn wir nach Hause kommen. Weiter gehts: "Was hastn da wieder an?" Das ist bei ihm immer alles zu dünn, zu dick, zu bunt, zu kurz, zu flippig, zu kurzsichtig etc. "Na Kolumne, wieder was Neues gekauft? Das Geld muss bei Dir ja jungen." Ich bekomme für meine Arbeit Geld, keine Naturalien, und auch bei mir geht mal ne Hose oder nen Shirt kaputt, das gilt auch für den Kurzen. Hätten wir das auch. Der Gang ins Bad: "Kolumne und Kind von Kolumne, spült bitte hinterher, Handtuch wieder aufhängen und nicht die Flüßigseife ins Waschbecken laufen lassen, kostet alles Geld und ich will nicht hinter Euch herräumen." Ich hab manchmal Angst der weiß wieviel Blätter noch auf der Klopapierrolle waren, der Kurze und ich halten oft auf. Weiter gehts: "Und? Arbeit? Biste da noch? Sieh mal zu dass Du da bleibst, sieh zu dass Du da bleibst." Ja Papa, ich bleibe da. Der Kurze bleibt da auch, wir bleiben alle wo wir sind. "Und Wohnung? Alles gut da? Also ich kann nicht verstehen wie man da wohnen kann, hättest hier bleiben sollen." Ja, äh nee, nicht hierbleiben, alles total easy da jetzt, und ich sehe ganz viel Wald wenn ich auf dem Balkon stehe und so. "Willste was mitessen? Ich hab ja nix, esst mal was mit." Und das ist immer der Höhepunkt, der Auslöser meine Migräne und der Grund für 2 Kippen hintereinander: "Kolumne, mach mal mehr Butter drauf. Kolumnenkind, nicht soviel Leberwurst und hör auf das Messer abzulecken. Kolumne, mach noch ne Scheibe Wurst drauf, siehst schlecht aus. Kolumnenkind, nicht die Gurken aufmachen, Oppa ißt die so gerne. Kolumne, willste Dir ne Bregenwurst mitnehmen? Kolumnenkind, da liegen noch zwei Bollchen, steck die mal ein." Und dann die Frage der Fragen: "Biste noch alleine?" Jetzt kommt Kolumnenkind zum Einsatz: "Nee Opa, ... war gestern da, und vorgestern, und als ich am Wochenende weg war, auch. Mama wäscht seine Sachen mit und der küsst die immer." Boah, ich hab dem 3 Euro gegeben dass er das NICHT sagt. Mein Vater wieder: "Ob das dass richtige ist? Also irgendwie mag ich den ja, aber viel halten tu ich nix von. Der will sich bestimmt nur ein paar schöne Stunden machen." Kolumnenkind setzt wieder an und ich bremse ihn aus: "Ein Wort und ich gebe Dich zur Adoption frei, Freundchen!!!" Da grinsen Opa und Kolumnenkind, da halten se zusammen. Wieder zu Hause schlafe ich im Sitzen auf dem Sofa ein, mit Schuhe an, und der Opa ruft nochmal an: Die Bollchen haben wir vergessen, auf dem Schuhschrank. Das nächstemal gibt es keine mehr, so! ^^
10.12.14 22:42


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